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Florschütz / Wustlich hören auf, Neuer Skeleton - Chef

Erfurt (dpa) - Die Olympia-Fünften André Florschütz und Torsten Wustlich haben ihre aktive Laufbahn im Rennrodeln beendet. Die Doppelsitzer, die in der abgelaufenen Saison Weltcup-Gesamtsieger wurden, gehen ab sofort getrennte Wege.

Das wurde am Rande einer Mitgliederversammlung des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) in Berchtesgaden bekannt. Der 33-jährige Sonneberger Florschütz, der für den BRC Friedrichroda startete, soll in Zukunft als Trainer am Oberhofer Sportgymnasium seine Erfahrungen an den Nachwuchs weitergeben.

Da zuvor auch die bayerischen Olympia-Dritten Patric Leitner/Alexander Resch ihre aktive Laufbahn nach den Winterspielen in Vancouver beendet hatten, baut Rodel-Cheftrainer Norbert Loch in der nacholympischen Saison ausschließlich auf junge Doppelsitzer.

Zudem wurde bekannt, dass es mit Beginn der neuen Saison Cheftrainer für alle drei olympische Sparten des Verbandes geben wird. Im neuen Amt des Cheftrainers Skeleton wurde der Ilmenauer Jens Müller bestätigt. Unter Führung des Rodel-Olympiasiegers von Calgary hatten die deutschen Skeletonis in Vancouver erstmals Medaillen bei Olympischen Spielen gewonnen. Bisher war Raimund Bethge Cheftrainer für Bob und Skeleton. Die Nachfolge Bethges, der aus gesundheitlichen Gründen die Funktionen abgibt und im Sommer vorzeitig in Rente geht, wird im Boblager Christoph Langen antreten.

© sueddeutsche.de - erschienen am 27.03.2010 um 20:34 Uhr




Spektakel im Eiskanal
UNIKUM: Gunter Brand wollte es auch mit dem Skeleton-Schlitten wissen, ob er die 100-Jährige noch beherrscht. TA-Foto: E. JOREK
Die ganze Mühen und Strapazen, welche die vielen ehrenamtlichen Helfer im Vorfeld der offenen Stadtmeisterschaften von Friedrichroda auf sich nahmen, hatten sich wahrlich gelohnt. Die ehrgeizigen Sportlerinnen und Sportler und die vielen sachkundigen und frohgestimmten Zuschauer links und rechts der Bob - und Rodelbahn erlebten einen rundum gelungenen Wettkampftag.

FRIEDRICHRODA. Dabei mussten die Organisatoren um Vereinschef Karsten Albert im Vorfeld noch hoffen und bangen, ob die Eisdecke auf der altehrwürdigen Naturbahn wohl halten wird. Zwei reguläre Wertungsdurchgänge steuerten alle Athleten den Rotenweg hinunter und hatten sichtlich ihren Spaß dabei. Als Friedrichrodas Bürgermeister Thomas Köppel die Veranstaltung unter lautstarker Mitwirkung des Oldie- & und Jugendfanfarenzuges Friedrichroda eröffnete, lag eine prall gefüllte Starterliste mit 58 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor. Um dem ganzen sportlichen Geschehen noch mehr Spannung und Gaudi zu verleihen, schlossen sich viele von ihnen zu Mannschaften zusammen. Die drei Wagemutigen vom Team Meisterjäger machten gleich ihren Namen zum Programm, holten mit Abstand den Mannschaftspokal. Die Silberpfeile hingegen kamen nicht so richtig in Schwung und belegten mit ihren Teams die Plätze vier und acht. Kuriositäten gab es zu Genüge: Matthias Ortlepp, vom FCC Friedrichroda, legte zum Beispiel einen klassischen Hochstart hin. Der außer Konkurrenz startende "Bubi" Willhuhn sorgte für Heiterkeit, indem er einen langen Ast als Steuerruder benutzte. Einer konnte gar nicht genug bekommen: Der einheimische Gunter Brand jagte der Bahn sowohl auf dem Rodel als auch kopfüber auf dem Skeleton-Schlitten hinunter.Aufbrausender Beifall und Cheerleader-Rufe schallten immer wieder im Nadelwald. Dies galt einerseits den guten Zeiten und dem Mut der Starter aber maßgeblich auch den vielen Gästen und ehemaligen Medaillengewinnern. Hatte Bahnsprecher Bernd Henniges ein altes Vereinsmitglied entdeckt, teilte er dies schleunigst der großen Rodler- und Bob-Familie mit. So tauchten auch einstige Welt- und Europameister auf, freuten sich über das einzigartige Spektakel und ein Wiedersehen. Auch André Florschütz, aktueller Olympiateilnehmer im Doppelsitzer, ließ sich sein Erscheinen samt Familien nicht nehmen. Er bedauerte, dass er bisher nie auf dieser Bahn gefahren war."Rennschlitten ist zu gefährlich, da hat man doch die Ellenbogen immer draußen", spaßte mit einem Augenzwinkern der ehemalige Bobfahrer Heinz Fischer. Christel Michaelis (jetzt: Jeschke), Deutsche Rodelmeisterin 1955, erinnerte daran: "Wir sind heute hier die wahren Veteranen, die Pioniere der ersten Stunde." Und Silvia Schuchardt - jetzt: Müller, wohnhaft in Berlin - einst erfolgreiche Juniorin in den siebziger Jahren, freute sich über die Einladung und war sichtlich beeindruckt: "Ich finde es sehr bemerkenswert wie viele Ehrenamtliche sich hier für diese tolle Sache engagieren." Dies fand auch Friedrichrodas Bürgermeister Thomas Klöppel, der schon in seiner Eröffnung den vielen ehrenamtlichen Helfern lautstark applaudierte.Wen wunderts also, dass sich jetzt schon viele auf die nächste Stadtmeisterschaft freuen.Eckhard JOREK

Quelle: Thüringer Allgemeine Zeitung vom 02.03.2010




 
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